Geographie und Landschaft

Schweden grenzt an Finnland und Norwegen sowie an Ostsee, Kattegat, Skagerrak und den Öresund. Außerdem gehören nach Angaben der schwedischen Statistikbehörde rund 267.000 Inseln zum Land. Die längste Route vom nördlichsten zum südlichsten Punkt beträgt 1572 km, von Osten nach Westen ungefähr 500 km. Das Land an sich ist hauptsächlich flach bis hügelig. Allerdings befinden sich an der norwegischen Grenze die Skanden, die bis zu 2000m hoch sind. Der höchste Berg ist der Kebnekaise (etwa 2.100 m; durch das Abschmelzen des Gletschers schwankt die genaue Höhe von Jahr zu Jahr). Schweden hat 30 Nationalparks, die meisten davon im Gebirge und im Norden. Hier war Schweden auch Vorreiter in Europa, als es 1909 den ersten Nationalpark Europas einrichtete.
Die gesamte skandinavische Halbinsel wurde durch Druck und Bewegung der Gletscher in der Eiszeit geprägt. Die Landhebung seit der letzten Eiszeit vor ca. 12000 Jahren beträgt ungefähr 800m. Jährlich sind es im Norden immer noch bis zu rund 9mm.
Das Muttergestein von Schweden besteht hauptsächlich aus Granit und Gneis. Auf den Inseln Gotland und Öland herrscht dagegen Kalkstein vor (auf Gotland vor allem aus dem Silur, auf Öland vor allem aus dem Ordovizium). Es gibt auch viele Moränen und so genannte asar, die sich aus Sedimenten von Kieseln und Steinen zusammensetzen.
Der Norden, der Süden und Mittelschweden
Südschweden (Götaland) und Mittelschweden (Svealand) machen mit ihren 3 Großlandschaften etwa 2/5 des Landes aus. Nordschweden (Norrland) die restlichen 3/5. Der südlichste Teil ist Schonen. Hier befindet sich auch der tiefste Punkt des Landes (2,4m unter NN), wenn man die Seen nicht berücksichtigt. Nördlich davon befindet sich das Südschwedische Hochland. Die Hochebene wird von einer hügeligen Landschaft mit vielen Seen umrahmt, deren Ursprung die eiszeitliche Erosion ist.
Des Weiteren gibt es die Mittelschwedische Senke, die vorwiegend aus weiten Ebenen, Tafelbergen, einigen Seen und Fjorden besteht. Hier befinden sich auch die 4 größten Seen Schwedens (Vänern, Vättern, Mälaren und Hjälmaren).
Der Nordwesten hingegen besteht zu einem Großteil aus dem Skandinavischen Gebirge mit Höhen zwischen 1000 – und 2000 Metern. Im Osten ist das Vorland, die breiteste Großlandschaft mit Hochlandebenen von 600 – 700 Metern Höhe. Hier gibt es große Erzvorkommen (Eisen, Blei, Zink und Kupfer). Die großen Flüsse, zu denen z.B. der Dalälven gehört, münden hier in die Ostsee. Andere große Flüsse sind Klarälven, Umeälv, Torneälv und Angermanälven. Das Küstenland an sich ist eben, wird aber zwischen Härnösand und Örnsköldsvik durch die Hohe Küste (Höga Kusten) unterbrochen. Sie gehört gemeinsam mit dem finnischen Kvarken-Archipel zum UNESCO-Welterbe; dort liegt auch der Nationalpark Skuleskogen.