Nördlich von Göteborg beginnt Bohuslän, der schönste Abschnitt der schwedischen Westküste. Über rund 150 Kilometer bis zur norwegischen Grenze reihen sich Tausende Inseln und Schären aneinander. Typisch sind die glatt geschliffenen, rötlichen Granitfelsen, die kleinen Fischerdörfer mit ihren roten Bootshäusern und das klare, salzige Wasser des Skagerrak.
Die schönsten Orte
- Marstrand: autofreie Insel mit der Festung Carlsten, eleganten Holzvillen und einem bekannten Seglerhafen.
- Smögen: berühmt für den langen Holzsteg Smögenbryggan mit bunten Bootshäusern und Fischgeschäften.
- Fjällbacka: malerischer Ort unter einem mächtigen Felsen. Die Schauspielerin Ingrid Bergman verbrachte hier ihre Sommer, und die Krimis von Camilla Läckberg spielen in Fjällbacka.
- Grebbestad: das Zentrum der schwedischen Austernfischerei.
- Lysekil: mit dem Meeresaquarium Havets Hus.
- Strömstad: lebhafte Kleinstadt kurz vor der norwegischen Grenze und Ausgangspunkt für die Koster-Inseln.
- Tjörn und Orust: zwei große, durch Brücken verbundene Inseln mit Künstlerdörfern und dem Aquarellmuseum in Skärhamn.
Natur und Welterbe
Vor Strömstad liegt der Nationalpark Kosterhavet, der erste Meeresnationalpark Schwedens. Die beiden autofreien Koster-Inseln erkunden Sie am besten mit dem Fahrrad. Unter Wasser leben Kaltwasserkorallen, an Land sonnen sich Robben auf den Felsen.
Bei Tanum finden Sie Hunderte Felsritzungen aus der Bronzezeit, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Die rund 3.000 Jahre alten Bilder zeigen Schiffe, Menschen, Tiere und Szenen aus dem Alltag. Ein Museum erklärt ihre Bedeutung.
Meeresfrüchte
Die Westküste ist das Schlaraffenland für Liebhaber von Fisch und Schalentieren. Hummer, Kaisergranat, Krabben, Austern und Muscheln kommen hier frisch aus dem kalten Wasser. Die Hummersaison beginnt im Herbst. Viele Orte bieten dann sogenannte Meeresfrüchte-Safaris an, bei denen Gäste mit den Fischern hinausfahren. Ein einfaches Krabbenbrot am Hafen gehört zu jedem Besuch.
Aktivitäten
- Baden: von den warmen Felsen direkt ins Meer oder an kleinen Sandstränden.
- Kajak: Der Schärengarten gilt als eines der besten Paddelreviere Europas.
- Segeln: Gästehäfen gibt es in fast jedem Ort.
- Wandern: auf dem Küstenweg Kuststigen oder im Naturreservat Ramsvikslandet mit seinen bizarren Felsformationen.
- Klettern: Der Granit von Bohuslän ist bei Kletterern in ganz Europa bekannt.
Anreise und beste Reisezeit
Ausgangspunkt ist meist Göteborg, das Sie direkt mit der Fähre von Kiel erreichen. Von dort führt die Autobahn E6 parallel zur Küste nach Norden. Die Küstenorte liegen an Stichstraßen, ein Auto oder Fahrrad ist daher sinnvoll.
Hauptsaison ist der Juli, wenn halb Schweden hier Urlaub macht. Dann sind die Orte voll und die Preise hoch. Schöner sind oft der Juni und die Wochen ab Mitte August. Im Herbst lockt die Hummersaison, im Winter sind viele Lokale geschlossen.