Stockholmer Schärengarten

Direkt vor Stockholm beginnt eine der größten Insellandschaften Europas. Der Stockholmer Schärengarten, auf Schwedisch Stockholms skärgård, besteht aus rund 30.000 Inseln, Holmen und Felsen. Nahe der Stadt sind die Inseln grün und bewaldet, weiter draußen werden sie flach, kahl und vom Wind geschliffen. Viele Stockholmer verbringen hier ihre Sommer, und für Besucher ist ein Ausflug in die Schären ein Höhepunkt jeder Reise.

Die schönsten Inseln

  • Vaxholm: das Tor zu den Schären, mit Holzhäusern in Pastellfarben und einer Festung im Sund. Auch mit Bus und Auto erreichbar.
  • Fjäderholmarna: die nächstgelegenen Inseln, nur etwa 25 Minuten vom Zentrum, ideal für einen halben Tag.
  • Grinda: Badebuchten, Wald und ein Gasthaus, gut für einen Tagesausflug.
  • Sandhamn: Seglerhafen am äußeren Rand der Schären mit Sandstränden und lebhaftem Sommerbetrieb.
  • Utö: im Süden gelegen, mit alten Silbergruben, Radwegen und einer bekannten Bäckerei.
  • Finnhamn: ruhig und naturbelassen, mit einer Jugendherberge in einer alten Villa.
  • Möja: eine der wenigen Inseln, auf denen noch ganzjährig Fischer und Bauern leben.

Anreise mit dem Boot

Die weißen Linienschiffe fahren im Stockholmer Zentrum ab, vor allem vom Kai Strömkajen gegenüber dem Schloss. Im Sommer gibt es häufige Verbindungen zu allen größeren Inseln, im Winter ist der Fahrplan stark eingeschränkt. Die Fahrzeit reicht von einer halben Stunde bis zu über drei Stunden für die äußeren Schären. Tickets kaufen Sie an Bord oder per App. Eine gemütliche Alternative sind die historischen Dampfschiffe, die im Sommer einzelne Routen befahren.

Aktivitäten

  • Baden: von glatten Felsen oder kleinen Sandstränden. Das Wasser ist Brackwasser und nur schwach salzig.
  • Kajak: Die geschützten Gewässer sind ein hervorragendes Paddelrevier. Verleih gibt es auf vielen Inseln.
  • Radfahren: auf größeren Inseln wie Utö können Sie Räder mieten.
  • Inselhüpfen: Mit einer Mehrtageskarte für die Linienschiffe fahren Sie von Insel zu Insel.
  • Essen: Räucherfisch, Krabbenbrot und frisches Gebäck in den Hafencafés.

Übernachten

Auf den Inseln gibt es Gasthäuser, Jugendherbergen, einfache Hütten und einige Hotels. Die Zahl der Betten ist begrenzt, im Juli sollten Sie daher unbedingt vorher reservieren. Zelten ist für eine Nacht vielerorts möglich, solange Sie Abstand zu Häusern halten.

Beste Reisezeit

Von Juni bis August ist alles geöffnet, und die Schiffe fahren am häufigsten. Der Juli ist der vollste Monat. Im Mai und September ist es ruhiger, allerdings haben dann manche Restaurants nur am Wochenende offen. Im Winter liegt die Inselwelt still und teils unter Eis.

Praktische Hinweise

  • Auf vielen Inseln gibt es weder Geschäft noch Geldautomat. Nehmen Sie Proviant und Trinkwasser mit.
  • Auf dem Wasser ist es oft windig und kühler als in der Stadt.
  • In den Schären sind Zecken verbreitet. Lange Hosen und Zeckenschutz sind sinnvoll.

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