Sonntag, 25. Oktober 2026
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Sturm Boelo trifft Schweden: Zugstopps, Fährausfälle nach Gotland und Stromausfälle

Sturm Boelo hat am Sonntag Schweden erreicht: gelbe SMHI-Warnungen, gestoppte Züge, Fährausfälle nach Gotland und Stromausfälle in mehreren Regionen.

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Der Herbststurm Boelo hat am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, Schweden erreicht. Nach den Britischen Inseln brachte er vor allem den Küstenregionen im Süden und Westen starken Wind und Regen. Der Wetterdienst SMHI gab gelbe Warnungen aus, die Verkehrsbehörde Trafikverket stoppte Züge auf mehreren Strecken, und auf Gotland fielen Fährverbindungen aus oder verspäteten sich um viele Stunden. Die folgenden Angaben stammen vom Sonntagnachmittag und können sich noch ändern.

Warnungen und Windstärke

Der SMHI warnte für Teile der Küsten Götalands und Svealands sowie für Öland und Gotland vor der Kombination aus Wind und Regen. Erwartet wurden rund 30 Millimeter Niederschlag. An der Westküste maß der Wetterdienst in der Nacht und am Morgen Böen von 30,4 Metern pro Sekunde auf Måseskär Vinga, 29,7 auf Vinga und 29,5 auf Nidingen. Nach Angaben des SMHI hat Boelo eine ungewöhnliche Windrichtung, weshalb mit vielen umstürzenden Bäumen gerechnet wurde.

Am frühen Nachmittag hob der SMHI die gelben Windwarnungen für die Landgebiete in Västra Götaland, Värmland und Skåne wieder auf. Weiterhin gelten gelbe Sturmwarnungen entlang der Küsten und über dem Vänern sowie eine gelbe Warnung vor Hochwasser an der Westküste und in Halland bis hinunter nach Helsingborg.

Bahnverkehr: Strecken gesperrt

Trafikverket stoppte den Zugverkehr vorsorglich auf mehreren Abschnitten, damit keine Fahrgäste auf der Strecke festsitzen. Betroffen waren nach Angaben vom Sonntag ganz Blekinge sowie die Strecken Göteborg–Herrljunga–Mariestad, Kil–Torsby und Borås–Varberg. Bereits am Samstagabend waren zudem Fahrten zwischen Kristianstad und Karlskrona sowie zwischen Karlskrona und Emmaboda gestrichen worden. Der Regionalverkehr Västtåg zog seine Züge zwischen Göteborg und Hallsberg zurück, auf diesem Abschnitt fährt als Ersatz der Bus der Linie 35. Die Kinnekullebanan bleibt laut Trafikverket bis voraussichtlich Montagmittag gesperrt. Weitere Stopps können kurzfristig beschlossen werden.

Fähren und Stromversorgung

Besonders stark traf es den Fährverkehr nach Gotland: Zahlreiche Abfahrten zwischen Visby, Nynäshamn und Oskarshamn verspäteten sich um mehr als zwölf Stunden. Nach Angaben von P4 Gotland waren bis zu 5.000 Reisende betroffen. Auch die Verbindung zwischen Bornholm und Ystad war wegen des Windes beeinträchtigt.

Umgestürzte Bäume beschädigten Stromleitungen. Am Morgen meldete E.ON rund 1.200 Kunden ohne Strom, vor allem in Skåne, Kronoberg und Kalmar. Gegen 13 Uhr waren in Håbo 4.266 Kunden betroffen; E.ON konnte zunächst keinen Zeitpunkt für die Reparatur nennen, weil die Trupps erst bei nachlassendem Wind arbeiten können.

Was das für Reisende und Menschen in Schweden bedeutet

Reisende: Wer in den kommenden Tagen mit Zug oder Fähre unterwegs ist, sollte vor der Abfahrt die aktuellen Meldungen des Betreibers und von Trafikverket prüfen. Das gilt besonders für Blekinge, Westschweden, Värmland und Gotland. Bei den Gotland-Fähren sind weitere Verschiebungen möglich; wer dort einen Anschlusstermin hat, sollte Pufferzeit einplanen.

Autofahrer: Trafikverket bat um besondere Vorsicht. Auf Straßen können Äste und Bäume liegen, so blockierte auf der Straße 274 bei Hemmesta auf Värmdö ein Baum eine Fahrbahnhälfte. Wer in einem Sturmgebiet unterwegs ist, sollte die Straßenlage vorab prüfen.

Menschen in Schweden: Der SMHI rät, lose Gegenstände wie Trampoline und Gartenmöbel zu sichern. Bei Stromausfällen hilft es, die Störungsmeldungen des örtlichen Netzbetreibers zu verfolgen.

Grenzpendler: Auf der Öresundbrücke gab es laut SVT am Vormittag eine Warnung, aber keine Sperrungen. Bei Zügen über die Brücke waren Verspätungen möglich, ohne dass bis dahin Abfahrten komplett ausfielen. Die Lage kann sich bei wechselnden Böen ändern.

Quellen

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