Feiertage und Feste in Schweden

Die Schweden feiern gern, und viele ihrer Feste folgen dem Rhythmus von Licht und Dunkelheit. Für Reisende sind Feiertage doppelt interessant: Sie bieten die Gelegenheit, Traditionen mitzuerleben, bedeuten aber auch geschlossene Geschäfte und volle Straßen. Diese Seite führt durch das schwedische Jahr.

Die gesetzlichen Feiertage

  • Neujahr (Nyårsdagen) – 1. Januar
  • Dreikönigstag (Trettondedag jul) – 6. Januar
  • Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag – im März oder April
  • Tag der Arbeit (Första maj) – 1. Mai
  • Christi Himmelfahrt (Kristi himmelsfärdsdag) – im Mai oder Juni
  • Pfingstsonntag (Pingstdagen) – im Mai oder Juni
  • Nationalfeiertag (Nationaldagen) – 6. Juni
  • Mittsommertag (Midsommardagen) – der Samstag zwischen dem 20. und 26. Juni
  • Allerheiligen (Alla helgons dag) – der Samstag zwischen dem 31. Oktober und dem 6. November
  • Erster und zweiter Weihnachtstag – 25. und 26. Dezember

Der Pfingstmontag ist in Schweden kein Feiertag mehr. Heiligabend, Silvester und der Mittsommerabend sind zwar keine gesetzlichen Feiertage, werden aber wie solche behandelt: Fast alle haben frei.

Frühling: Ostern und Walpurgis

Zu Ostern (Påsk) verkleiden sich Kinder als Osterhexen und ziehen von Haus zu Haus, um Süßigkeiten zu sammeln. Die Wohnungen werden mit Birkenzweigen und bunten Federn geschmückt.

Am 30. April feiert das Land Valborg, die Walpurgisnacht. Überall brennen große Feuer, und Chöre singen Frühlingslieder. Besonders ausgelassen wird in den Studentenstädten Uppsala und Lund gefeiert.

Sommer: Nationalfeiertag, Midsommar und Krebsfest

Der Nationalfeiertag am 6. Juni ist erst seit 2005 arbeitsfrei und wird eher ruhig begangen, mit Flaggen, Konzerten und Feiern für neue Staatsbürger.

Midsommar ist das wichtigste Fest des Sommers. Am Mittsommerabend, einem Freitag im Juni, wird die geschmückte Mittsommerstange aufgestellt, es wird getanzt, gesungen und im Freien gegessen: Hering, neue Kartoffeln und Erdbeeren.

Im August folgt das Krebsfest (Kräftskiva). Unter bunten Papierlaternen werden in Dillsud gekochte Flusskrebse gegessen, dazu trägt man Papierhütchen und singt Trinklieder. In Nordschweden beginnt zur selben Zeit die Saison für Surströmming, den berüchtigten vergorenen Hering.

Herbst: Zimtschnecken und Allerheiligen

Am 4. Oktober ist der Tag der Zimtschnecke (Kanelbullens dag), an dem das ganze Land das beliebteste Gebäck feiert. An Allerheiligen besuchen viele Familien die Gräber ihrer Angehörigen und stellen Kerzen auf. Die Friedhöfe leuchten dann im Dunkeln. Am 10. November wird vor allem in Südschweden die Martinsgans gegessen.

Winter: Advent, Lucia und Weihnachten

Im Advent stehen in fast jedem Fenster Lichterbögen und Sterne. Am 13. Dezember wird das Luciafest gefeiert: Eine Lucia mit einem Lichterkranz im Haar führt einen Zug weiß gekleideter Kinder oder Chorsänger an. Dazu gibt es Safrangebäck (Lussekatter), Pfefferkuchen und Glögg, den schwedischen Glühwein.

Weihnachten (Jul) wird am 24. Dezember gefeiert. Auf den Tisch kommt das Weihnachtsbuffet (Julbord) mit Schinken, Hering, Fleischbällchen und dem Kartoffelauflauf Janssons frestelse. Die Geschenke bringt der Jultomte, der Weihnachtswichtel. Die Weihnachtszeit endet offiziell am 13. Januar.

Im Februar oder März ist die Zeit der Semla, eines Hefegebäcks mit Mandelmasse und Sahne, das traditionell zum Fastnachtsdienstag gehört.

Tipps für Reisende

  • An Feiertagen und am Tag davor schließen viele Geschäfte früher. Die staatlichen Alkoholgeschäfte sind an Feiertagen geschlossen.
  • Zu Midsommar und Weihnachten sind Innenstädte oft wie ausgestorben, und viele Restaurants und Museen bleiben zu.
  • Fällt ein Feiertag auf einen Donnerstag, nehmen viele Schweden den Freitag frei. Dann ist auf den Straßen mehr los.
  • Buchen Sie Unterkünfte, Züge und Fähren für Midsommar und die Sommerferien früh.

Welche Jahreszeit zu Ihrer Reise passt, zeigt die Seite Wetter und Klima in Schweden.