Schwedisch lernen: Tipps und die wichtigsten Wörter

Schwedisch gehört wie Deutsch zu den germanischen Sprachen. Viele Wörter sind ähnlich, und die Grammatik ist einfacher: Es gibt keine Fälle wie im Deutschen, und das Verb bleibt in allen Personen gleich. Wer Deutsch und etwas Englisch spricht, versteht nach kurzer Zeit erstaunlich viel. Für Urlauber reichen ein paar Wörter, für Auswanderer ist die Sprache der Schlüssel zum Arbeitsmarkt und zum sozialen Leben.

Kommt man mit Englisch durch?

Ja, im Urlaub problemlos. Fast alle Schweden sprechen gut Englisch, und Filme laufen im Original mit Untertiteln. Wer aber in Schweden leben möchte, sollte Schwedisch lernen. Für viele Berufe ist es Voraussetzung, und Freundschaften entstehen leichter in der Landessprache.

Begrüßung und Höflichkeit

  • Hej – Hallo
  • God morgon – Guten Morgen
  • Hej då – Tschüss
  • Tack – Danke
  • Tack så mycket – Vielen Dank
  • Varsågod – Bitte schön
  • Ursäkta – Entschuldigung
  • Ja / Nej – Ja / Nein

Ein eigenes Wort für „bitte“ in einer Frage gibt es nicht. Man hängt stattdessen ein tack an: En kaffe, tack heißt „Einen Kaffee, bitte“.

Nützliche Sätze

  • Jag heter … – Ich heiße …
  • Jag kommer från Tyskland. – Ich komme aus Deutschland.
  • Talar du engelska? – Sprichst du Englisch?
  • Jag förstår inte. – Ich verstehe nicht.
  • Var ligger …? – Wo liegt …?
  • Vad kostar det? – Was kostet das?
  • Notan, tack. – Die Rechnung, bitte.
  • Skål! – Prost!

Wörter, die Sie unterwegs sehen

  • Öppet / Stängt – Geöffnet / Geschlossen
  • Ingång / Utgång – Eingang / Ausgang
  • Dagens rätt – Tagesgericht
  • Systembolaget – staatliches Geschäft für alkoholische Getränke
  • Lediga rum – Zimmer frei
  • Badplats – Badestelle
  • Enskild väg – Privatweg

Du statt Sie

In Schweden duzt man sich. Das gilt für die Chefin ebenso wie für den Arzt, die Lehrerin oder Fremde auf der Straße. Auch Titel werden kaum verwendet. Die Höflichkeitsform ni hört man im Alltag nur noch selten.

Aussprache: die wichtigsten Regeln

  • å klingt wie ein deutsches o, etwa in båt (Boot).
  • o wird oft wie u gesprochen: bok (Buch) klingt wie „buk“.
  • u liegt zwischen u und ü.
  • y wird wie ü gesprochen.
  • k vor e, i, y, ä und ö klingt weich, ähnlich wie „sch“: köpa (kaufen).
  • sj, skj, stj stehen für einen gehauchten Laut, den es im Deutschen nicht gibt und der nur durch Zuhören zu lernen ist.

Typisch ist außerdem die Sprachmelodie. Schwedisch hat einen musikalischen Akzent, der der Sprache ihren singenden Klang gibt.

Falsche Freunde

Manche Wörter sehen vertraut aus, bedeuten aber etwas anderes: öl heißt Bier, semester bedeutet Urlaub, rolig heißt lustig und nicht ruhig, und glass ist Speiseeis.

Wege zum Schwedischlernen

  • SFI: „Svenska för invandrare“ ist der kostenlose Sprachkurs der Gemeinden für alle, die in Schweden gemeldet sind.
  • Volkshochschule: Viele Volkshochschulen im deutschsprachigen Raum bieten Schwedischkurse an.
  • Apps und Onlinekurse: gut für Wortschatz und tägliche Übung.
  • Radio und Fernsehen: Der schwedische Rundfunk sendet Nachrichten in einfachem Schwedisch. Serien mit schwedischen Untertiteln schulen das Hörverstehen.
  • Kinderbücher: Astrid Lindgren im Original ist ein beliebter Einstieg.

Warum die Sprache für die Arbeit so wichtig ist, lesen Sie auf der Seite Jobsuche in Schweden.