Schweden im Winter bedeutet verschneite Wälder, zugefrorene Seen und eine Stille, die man in Mitteleuropa kaum noch findet. Die Skigebiete sind familienfreundlich und selten überlaufen, und abseits der Pisten warten Erlebnisse, die es so nur im Norden gibt.
Die wichtigsten Skigebiete
- Åre: das größte und bekannteste Skigebiet Schwedens in der Provinz Jämtland, mit anspruchsvollen Abfahrten und lebhaftem Ort. Hier fanden mehrfach alpine Weltmeisterschaften statt.
- Sälen: mehrere miteinander verbundene Gebiete in Dalarna, besonders beliebt bei Familien mit Kindern.
- Idre Fjäll und Vemdalen: überschaubar, schneesicher und ruhig.
- Riksgränsen und Björkliden: ganz im Norden, mit Saison bis in den Frühsommer. Hier fahren Sie im Mai noch Ski, bei Tageslicht bis spät in die Nacht.
Die schwedischen Berge sind niedriger als die Alpen, die Höhenunterschiede fallen deshalb kleiner aus. Dafür sind die Pisten breit, die Lifte modern und die Wartezeiten kurz.
Langlauf
Langlauf ist in Schweden Volkssport. Fast jeder Ort hat beleuchtete Loipen, die auch am dunklen Nachmittag genutzt werden. Das berühmteste Rennen ist der Wasalauf (Vasaloppet), der jedes Jahr Anfang März über 90 Kilometer von Sälen nach Mora führt.
Erlebnisse abseits der Piste
- Hundeschlittentour: als Mitfahrer oder mit eigenem Gespann, von einer Stunde bis zu mehreren Tagen.
- Schneemobil: geführte Touren durch die Wälder und über gefrorene Seen.
- Eisangeln: ein Loch im Eis, ein kurzer Stock und viel Geduld.
- Schneeschuhwandern: die einfachste Art, die Winterlandschaft zu Fuß zu erleben.
- Sauna und Eisbaden: erst schwitzen, dann ins Eisloch.
- Nordlichter: in Lappland an klaren Abenden mit etwas Glück zu sehen.
Das Eishotel in Jukkasjärvi
Im Dorf Jukkasjärvi bei Kiruna wird jeden Winter ein Hotel aus Eis und Schnee neu gebaut. Das Eis stammt aus dem Fluss Torneälven, und Künstler aus aller Welt gestalten die Zimmer. Geschlafen wird bei einigen Grad unter null in dicken Schlafsäcken auf Rentierfellen. Ein Teil des Hotels ist inzwischen ganzjährig geöffnet.
Beste Reisezeit für den Winter
Die Skisaison beginnt je nach Gebiet im Dezember und dauert bis April, im hohen Norden länger. Im Dezember und Januar sind die Tage sehr kurz und kalt. Am angenehmsten sind Februar und März: Die Schneelage ist gut, und die Sonne scheint wieder länger. Achtung: In den schwedischen Winterferien (sportlov) im Februar und Anfang März sind die Skigebiete voll und teurer.
Kleidung und Autofahren
- Kleiden Sie sich in mehreren Schichten: Funktionsunterwäsche, eine wärmende Schicht aus Wolle oder Fleece und eine winddichte Jacke.
- Warme Schuhe, Mütze und gute Handschuhe sind unverzichtbar.
- Im Winter sind bei winterlichen Straßenverhältnissen Winterreifen vorgeschrieben. Spikes sind in Schweden erlaubt und verbreitet.
- Planen Sie für Fahrten im Norden mehr Zeit ein und nehmen Sie warme Kleidung und eine Decke im Auto mit.
Weitere Hinweise finden Sie unter Verkehr in Schweden.