Schweden ist ein gutes Reiseland für Hunde: viel Platz, viel Wald und Wasser, und im Sommer selten zu heiß. Damit die Reise reibungslos verläuft, sollten Sie die Einreiseregeln kennen und rechtzeitig mit der Vorbereitung beginnen.
Einreisebestimmungen
Für die Einreise aus einem EU-Land gelten die europäischen Regeln für Heimtiere. Ihr Hund braucht:
- einen Mikrochip zur Kennzeichnung,
- einen EU-Heimtierausweis, ausgestellt vom Tierarzt,
- eine gültige Tollwutimpfung. Nach einer Erstimpfung müssen mindestens 21 Tage vergangen sein, bevor Sie einreisen dürfen.
Außerdem müssen Sie den Hund bei der Einreise beim schwedischen Zoll anmelden. Eine Bandwurmbehandlung ist für Schweden nicht vorgeschrieben, wohl aber für die Weiterreise nach Norwegen oder Finnland. Die Vorschriften können sich ändern. Prüfen Sie deshalb vor der Abreise die aktuellen Angaben der schwedischen Landwirtschaftsbehörde (Jordbruksverket) und sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Wer über Dänemark anreist, sollte auch die dänischen Bestimmungen kennen, denn dort sind bestimmte Hunderassen verboten.
Anreise mit Hund
Auf den Fähren nach Schweden sind Hunde erlaubt, müssen aber angemeldet werden. Viele Reedereien bieten Haustierkabinen an, die früh ausgebucht sind. Alternativ bleibt der Hund während kurzer Überfahrten im Auto oder in einem Hundebereich an Deck. Im Zug dürfen Hunde in ausgewiesenen Wagen oder Bereichen mitfahren.
Leinenpflicht und Rücksicht in der Natur
Vom 1. März bis zum 20. August müssen Hunde in der Natur so geführt werden, dass sie kein Wild stören, in der Praxis also an der Leine. In dieser Zeit ziehen die Wildtiere ihre Jungen auf. Auch im restlichen Jahr muss der Hund unter Kontrolle bleiben. In Nationalparks und Naturreservaten gilt meist ganzjährig Leinenpflicht, in einigen sind Hunde gar nicht erlaubt. In Rentiergebieten im Norden ist besondere Vorsicht geboten.
Unterkunft
Viele Ferienhäuser erlauben Hunde, aber nicht alle. Achten Sie bei der Buchung auf den Hinweis „Haustiere erlaubt“ und geben Sie den Hund an. Auf Campingplätzen sind Hunde in der Regel willkommen. Hotels haben oft einzelne Zimmer für Gäste mit Tieren.
Unterwegs
- An vielen Badestränden sind Hunde im Sommer nicht erlaubt. Es gibt dafür ausgewiesene Hundestrände.
- In Restaurants und Geschäften sind Hunde meist nicht gestattet, auf Außenterrassen häufig schon.
- Lassen Sie den Hund nie im geparkten Auto zurück, wenn es warm ist.
- Hundekot muss auch in Schweden aufgesammelt werden.
Gesundheit
Zecken sind in Süd- und Mittelschweden verbreitet, vor allem an der Küste und in den Schären. Sorgen Sie für einen Zeckenschutz und suchen Sie den Hund abends ab. Im Wald leben Kreuzottern, die einzige Giftschlange des Landes. Nach einem Biss sollten Sie den Hund ruhig halten und sofort einen Tierarzt aufsuchen. Im Spätsommer können in manchen Seen Blaualgen auftreten. Lassen Sie den Hund dort nicht baden oder trinken, wenn das Wasser grünlich trüb ist oder Warnschilder aufgestellt sind.
Welche Tiere Ihnen sonst begegnen können, lesen Sie auf der Seite Tiere und Pflanzen in Schweden.